FM - Elzpraxis - UG (GmbH)
Christoph Baar, Geschäftsführer, D.D. Herbinger, fachliche Leiterin
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Infotexte

Medizinische Massage
Die Wurzeln der medizinischen Massage reichen sehr weit zurück. Erste Erwähnungen reichen bis ins dritte Jahrtausend im chinesischen Raum zurück, wohingegen ca. 400 vor Christus der griechische Arzt Hippokrates die medizinische Massage in Europa eingeführt hat. Allerdings verlor die medizinische Massage ihre Bedeutung als Therapieform im Laufe der Zeit noch mal und konnte sich erst im 16. Jahrhundert wieder in der modernen Medizin etablieren.

Die medizinische Massage, wie wir sie heute kennen, umfasst verschiedene Grifftechniken, wie z.B. Kneten oder Streichen und dient der Behandlung von Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates. Durch Druck, Zug und Dehnung der Muskeln und der Haut stellt sich die nachgewiesene und anerkannt heilende Wirkung ein.

Die Anwendungsgebiete und Therapieformen der medizinischen Massage sind vielfältig. Sie erstrecken sich von der Behandlung einfacher Muskelverspannungen mit Hilfe der klassischen Massage, über das Erkennen und Behandeln von Organstörungen durch die Reflexzonentherapie, bis hin zur Lymphdrainage, die unter anderem zur verbesserten Heilung von postoperativen oder verletzungsbedingten Schwellungen eingesetzt wird. Selbst auf die Psyche kann sich die medizinische Massage positiv auswirken.
Lymphgefäßerkrankungen
Lymphgefäßerkrankungen und ihre zahlreichen Facetten

Schädigungen des Lymphgefäßsystems sind ebenso komplex wie die Behandlung, die immer vor allem eines erfordert: Viel Geduld
Grundlage ist das Lymphsystem (kein geschlossener Kreislauf), das in der Körperperipherie beginnt und ein dichtes Netz aus Gefäßen nützt, die es ins Blutsystem zurückbringen. Eine Lymphknotenkette reinigt und filtert bei diesem System und ist somit für den einwandfreien Ablauf verantwortlich.
Das lymphatische System (das aus dem Lymphgefäßsystem und den lymphatischen Organen wie Milz, Mandeln, Thymus, Knochenmark etc. besteht) ist Teil des körpereigenen Immunsystems. Es sucht Krankheitserreger und veränderte Zellen, macht diese unschädlich und transportiert Gewebeflüssigkeit.
Ödeme zeigen sich in unterschiedlicher Weise.

Das primäre Lymphödem
Das primäre Lymphödem ist bedingt durch eine Fehlanlage des Systems. Die Lymphgefäße sind zum Beispiel in einer unzureichenden Zahl angelegt, oder die Gefäße sind so erweitert, dass sie ihre Funktion verlieren.
Eine andere Möglichkeit ist, dass die Lymphknoten nicht ausreichend arbeiten. Die Problematik ist überwiegend an den Beinen zu finden. Das primäre Lymphödem tritt gehäuft bei Frauen durch hormonelle Veränderungen wie zum Beispiel in der Schwangerschaft oder in der Pubertät auf. Auslöser sind oftmals kleine Verletzungen oder Insektenstiche. Das Lymphsystem konnte bis zu diesem Zeitpunkt seine Leistungseinschränkung ausgleichen. Es kommt zu einer anfänglich weichen Schwellung am Fußrücken mit vertieften Hautfurchen im Zehenbereich. Lymphödeme sind nicht schmerzhaft. Es können beide Beine betroffen sein, davon das eine immer stärker. Es zeigt sich eine säulenartige Deformität der Beine. Ohne Therapie verschlechtert sich das Krankheitsbild, das Gewebe verhärtet, da Eiweiße bindegewebig umgebaut werden.

Das sekundäre Lymphödem
Das sekundäre Lymphödem ist eine durch einen Schaden erworbene Form des Lymphödems. Auch in diesem Fall kann das Lymphgefäßsystem die anfallenden lymphpflichtigen Lasten nicht mehr bewältigen. Die Ursachen sind aber andere. In den Industrieländern ist das Lymphödem die häufigste Komplikation der operativen und strahlentherapeutischen Krebsbehandlung. Etwa ein Drittel der Frauen, die aufgrund einer Brustkrebserkrankung behandelt wurden, entwickeln ein sekundäres Armlymphödem. Auch die Brust und die Rumpfwand der betroffenen Seite können ödematisiert sein. Ursachen sind auch Verletzungen mit großflächiger Gewebezerstörung, z. B. Verbrennungen, Verätzungen oder auch Hautabfederungen nach Unfällen. Entzündungen im Körper, wie eine durch Bakterien verursachte Wundrose, können, vor allem wenn sie gehäuft auftreten, zu einem Lymphödem führen. Besonders gefährdet sind Lymphödem-Patienten selbst, da die Haut im gestauten Gebiet besonders empfindlich ist und Bakterien schneller eindringen können. Jede Wundrose führt zu einer Verschlechterung des Ödems.
Auch bei der sekundären Form ist zu beobachten, dass der Körper die durch Verletzungen, Entzündungen oder Operation und Bestrahlung verursachten Schäden am Lymphsystem teilweise mehrere Jahre kompensieren kann und das Ödem erst später auftritt.

Das Phleb-Lymphödem
Die Varikosis zählt in Deutschland zu den Volkskrankheiten. Thrombosen und Krampfadern sind die häufigste Ursache. Als Folge des langjährigen Venenleidens treten Venen- und Hautveränderungen am Unterschenkel auf, die durch einen erhöhten Druck in den betroffenen Venen entstanden sind. Die Betroffenen leiden an Schweregefühl, Müdigkeit und Schmerzen in den Beinen.
In den Anfangsstadien zeigen sich gegen Abend Ödeme im Fuß- und Unterschenkelbereich die durch Hochlagerung wieder verschwinden. Ein klassisches Frühzeichen einer CVI (chronisch venöse Insuffizienz) ist ein Kranz von dunkelblauen erweiterten Venen am inneren und äußeren Fußrand und Besenreiser. Kompressionsstrümpfe, Sport und Bewegung erhalten den Zustand. Falls nicht, erkranken neben den Venen im Laufe der Zeit auch die Lymphgefäße. Es entstehen Extremitätenödem, sogenannte Phleb-Lymphödeme. Hautveränderungen am Unterschenkel zeigen sich, etwa bläuliche Hautfarbe, rotbraune, braune oderweißliche Flecken, dünne oder verhärtete Hautbezirke.
Wird das Phleb-Lymphödem nicht behandelt und die Ursache der Venenleidens nicht behoben, so kann es aufgrund der schlechten Versorgung des Gewebes zu offenen Beingeschwüren (ulcus cruris venosum) kommen.

Das Lip-Lymphödem
Das Lipödem tritt meist bei Frauen aufgrund unbekannter Ursache mit zunehmender Vermehrung des Unterhautfettgewebes und Ödembildung auf. Überwiegend sind die Beine betroffen. Die Ödembildung zeigt sich von den Knöcheln bis zum Becken. Klassisch sind Berührungs- und Druckschmerzen sowie eine Neigung zu Hämatomen. Patientinnen berichten auch über spontan auftretendes Spannungs- und Schwellungsgefühl. Das Auftreten der Erkrankung wird häufig in der Pubertät beobachtet und/oder nach Schwangerschaften. Eine familiäre Häufigkeit wird beschrieben. Meist zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen schlankem Oberkörper und kräftiger unterer Körperhälfte.
Ursache hierfür ist nicht das vermeintliche Übergewicht. Je länger die Problematik besteht, desto stärker zeigen sich Unebenheiten der Hautoberfläche. Es entstehen Fettwülste, die besonders im Kniebereich das Gehen behindern. Viele Lipödem-Patientinnen leiden stark unter ihrem Aussehen, was dann nicht selten dazu führt, dass sie ihren Frust mit übermäßigem Essen bekämpfen.
Durch die Unterhautfettgewebsvermehrung treten auch Schäden an den Lymphgefäßen auf. Die Lymphgefäße sind erkrankt und können ihre Aufgaben nicht mehr ausreichend bewältigen. Nun zeigt sich das Ödem auch im Fußbereich. Ein LipLymphödem ist entstanden. Nachweisbar über ein positives Stemmersches Zeichen.

Mit der Langzeittherapie gegen die Krankheit
Alle Lymphödemformen zählen zu den chronischen Erkrankungen, und eine Langzeittherapie ist notwendig. Die Therapie der Wahl ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE). Sie wird ambulant oder stationär durchgeführt und besteht aus der manuellen Lymphdrainage, der Hautpflege, dem lymphologischen Kompressionsverband und der Bewegung bzw. Gymnastik in Kompression. Die betroffe Extremität und der betroffene Rumpf müssen entstaut werden. Dabei ist die Vorbehandlung der gesunden Rumpf- bzw. Extremitätenbereiche enorm wichtig. Die Behandlung erfolgt täglich und kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Bei ambulanter Entstauung in einer lymphologischen Praxis legt sich der/die Patientin den Kompressionsverband am Wochenende selbst an, die Technik wurde zuvor geübt. In der Erhaltungsphase reduziert sich die KPE auf 1-3-mal pro Woche. Die restliche Zeit trägt der/die Patientin maßgefertigte Kompressionsstrümpfe (Flachstrick).

Tanja Sorg (M.Sc. Phys.) Frankfurt
Muskel-Lockerungs-Massage
Auszeit vom Alltag - Stress abbauen

Immer wieder wird durch bestimmte Haltungen oder Sport die Muskulatur einseitig belastet. Nicht selten hat man das Gefühl, sich nicht einmal mehr über Nacht gänzlich erholt zu haben. Man fühlt das Verlangen, die strapazierten Muskeln ganz gezielt zu entspannen und zu lockern.

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Tiefenwärme und Massage - aktive Muskel-Lockerung
Tiefenwärme und Massage - genau das Richtige für die Lockerung belasteter Muskelgruppen. Entspannt liegend genießen Sie mit geschlossenen Augen, wie die Wärme die Muskulatur durchdringt. Bei den wohltuenden "Streicheleinheiten" der anschließenden Massage erfühlen Sie genau wie sich die Muskulatur entspannt, die Durchblutung zunimmt und sich wohlige Wärme ausbreitet. Jetzt werden die Muskeln locker und können regenerieren. Wärme, Massage und mehr
Eine ganz besondere Abrundung nach Tiefenwärme und Massage ist die Einreibung mit dem Extrakt aus Arnika. Arnika, wird auch von Leistungssportlern bei überbeanspruchten schmerzenden Muskeln verwendet, hilft bei geschwollenen Muskeln und erhält die Elastizität von Muskeln, Bändern und Gelenken.
Wärme und Massage sind Therapie und Wellness zugleich - und das mit nachhaltiger Wirkung. Noch Stunden später sind Entspannung und Wohlgefühl so präsent wie zuvor.

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Thermomassage
Wärme - Entspannung - Balance

Auszeit vom Alltag - Stress abbauen
...und wieder schmerzen nach einem hektischen Tag Schultern und Rücken. Man hat den Wunsch, den Alltag hinter sich zu lassen, um die Balance wiederzufinden. Man verspürt das Verlangen ganz gezielt zu entspannen, Ausgleich zu finden und neue Energie zu tanken.

Gönnen Sie sich unsere Thermomassage
• entspannen Sie bei einer wärmenden Massage
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Massagen - Pausen für Körper und Geist
Bei einer Massage spannen Körper und Geist aus. Entspannt liegend genießen Sie mit geschlossenen Augen die wohltuenden "Streicheleinheiten" und Sie erfühlen genau wie sich dabei die Muskulatur entspannt, die Durchblutung zunimmt und sich wohlige Wärme ausbreitet. Jetzt kommen auch die Gedanken zu Ruhe - Entspannung rund um.

Massage und mehr
Schon Massage allein lockert verspannte Muskulatur und steigert ihre Durchblutung. Zusammen mit einem wärmenden Zusatz wird die Durchblutung noch zusätzlich angeregt. Das Gewebe wird besser und nachhaltiger mit Blut versorgt. So wird der Massage-Effekt verstärkt und hält länger an. Durch den wärmenden Zusatz wird die Thermomassage zu einer ganz besonderen Auszeit vom Alltagsstress. Mit ihr lassen sich ganz gezielt Muskelverspannungen und -verkrampfungen, z. B. in Schultern und Rücken, lockern.
Eine Massage ist Therapie und Wellness zugleich. Und das mit nachhaltiger Wirkung. Noch Stunden später sind Entspannung und Wohlgefühl so präsent wie zur Massage selbst.

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Statistik Rückenschmerzen
Kiefergelenksbehandlung
(CMD) ist ein Überbegriff für strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Kiefergelenkfunktionen und dessen Auswirkung auf den gesamten Körper insbesondere auf den Bewegungsapparat. In vielen Fällen entsteht somit ein Beckenschiefstand und es entstehen Probleme im Lendenbereich. Das kann Schmerzen in beiden Beinen oder in einem Bein zur Folge haben. Diese Fehlregulationen können schmerzhaft sein, müssen es aber nicht. Im engeren Sinne handelt es sich dabei um Schmerzen der Kau-, Gesichts-, Nacken-, Rücken-, Becken-, Beinmuskulatur (,,myofaszialer Schmerz“), Verlagerung des Discus (Knorpelscheibe) im Kiefergelenk (,,Diskusverlagerung“) und entzündliche oder degenerative Veränderungen des Kiefergelenks (,,Arthalgie,Arthitis,Arthrose“). Die CMD wird überwiegend durch Zahnfehlstellung mit Zwangsbissführungen und einen falschen Biss verursacht. Patienten mit einer CMD spüren die Schmerzen meist direkt nach dem Aufstehen. Dies resultiert daraus, dass die Stressverarbeitung(-bewältigung) durch ein starkes Zusammenbeißen, Pressen und Knirschen der Zähne in der Nacht vonstatten geht. Bei falschem Biss entstehen so Spannungen. Daraus resultieren unter anderem migräneartige Schmerzen und Tinnitus.
Krankengymnastik
Im Mittelpunkt der Physiotherapie steht die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers: Beides kann durch eine Erkrankung, eine angeborene Fehlentwicklung, aber auch durch alltägliche und dauerhafte Fehlbelastungen beeinträchtigt sein.Die Physiotherapie verfolgt das übergeordnete Ziel, die gestörte Beweglichkeit und Funktion zu verbessern oder wieder herzustellen.Die verschiedenen manuellen Techniken der Physiotherapie können gesunde (physiologische) Bewegungsabläufe und Funktionsstörungen wiederherstellen, Schmerzen reduzieren oder auslöschen, geschwächte oder verspannte Muskelgruppen entspannen und wieder mehr in Aktivität bringen, sowie kräftigen und die Entwicklung bei Kindern fördern.Die Physiotherapie richtet sich dabei an Menschen jeden Alters. Spezielle Übungen aus der Krankengymnastik verbessern Ihre allgemeine Leistungsfähigkeit und spezielle motorische Fähigkeiten wie Kraft und Ausdauer. Dadurch stärken Sie das Herz-Kreislauf-System und schützen den Körper vor Krankheiten wie etwa Herzinfarkt, Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und Osteoporose.
Kinesio Taping
Kinesio Taping behebt Funktionsstörungen jeglicher Art und reduziert daraus resultierende akute oder auch chronische Schmerzzustände. Beim Aufkleben des Tapes entsteht durch die 10%ige Vorspannung des Tapes auf der Rolle eine Art „Lifteffekt“ der Haut, welcher zur Entlastung der Strukturen der Haut unter dem Tape führt. Über die Haut kann das Kinesio Tape Einfluss auf Muskulatur, deren Triggerpunkte und Faszien, Sehnen und deren Ansätze, Gelenke mit ihrem Kapsel- und Bandapparat nehmen sowie Blut- und Lymphgefäße und innere Organe positiv anregen. Mit dem Tapen kann man somit die Spannung in Muskeln regulieren und Gelenken eine statische und mechanische Korrekturhilfe geben. Man vermehrt die Mikrozirkulation und bewirkt eine reflektorische Wirkung auf innere Organe.
Lymphdrainage
Ist etwas anderes als klassische Massage.

Sanfter Druck löst Staus auf. Lymphdrainagen sind eine Erweiterung der klassischen Massagen. Vor hundert Jahren war diese Form der Behandlung nur Naturheilern bekannt und zugänglich. Die Lymphdrainage als eigenständige Therapie wurde in den 1930er Jahren vom dänischen Arzt Dr. Emil Vodder bei Gewebeschwellungen angewendet und seither ständig weiterentwickelt.

Lymphbahnen, ein wichtiger Kreislauf
Neben dem Blutkreislauf durchzieht den Körper noch ein weiteres Gefäßnetz: die Lymphbahnen. Sie haben die Aufgabe, lebenserhaltende Stoffe und Abfallprodukte der Zellerneuerung zur Entsorgung der Körperzellen zurück zum Herzen, den Nieren und der Gedärme zu transportieren.

So wirkt die Lymphdrainage!
Die Lymphdrainage hilft bei der Entstauung von Schwellungen. Sanftes Streichen mit kreisenden Bewegungen beschleunigt den Abfluss gestauter Lymphflüssigkeit über das Lymph- und Venensystem. Die Transportkapazität wird gesteigert und die Ausscheidung der Stoffwechselabfälle durch Nieren und Darm gefördert. Wissenschaftliche Studien beweisen eine deutliche Besserung der Schwellungen, z.B. nach Operationen.
Auch bei Heuschnupfen, Ekzemen, Neuralgien, Osteoporose wird Lymphdrainage erfolgreich angewandt.

Wie oft und wie lange?
Das liegt in den Händen ihrer behandelnden Ärzte.

· Nach Bedarf werden die Behandlungen in der Regel zweimal pro Woche bis einmal pro Tag; oder auch einmal pro Woche über mehrere Monate bzw. Jahre durchgeführt
Meist staffeln sich zehn Therapiesitzungen zur Serie. Bei den typischen Genital- oder Brusterkrankungen verordnen der Hausarzt und der Facharzt im Wechsel. Somit wird der/die Patient/in ständig von den Ärzten seines/ ihres Vertrauens begleitet. Lymphdrainagen, mit ärztlicher Heilmittelverordnung (Rezept), dürfen nur von ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden.

Lymphdrainagen können helfen bei:
Blutergüssen, Knochenbrüchen, Ödemen, Thrombosen, Menstruationsbeschwerden, Rheumatismus, Gicht (Linderungen), Unfall-Schwellungen, Nachsorge nach Krebsoperationen, Schmerzen in Gelenken, Kopfschmerzen, Schmerzen im Gewebe nach Operationen, Nachsorge der Narbenbehandlung, zum Abnehmen, zur Anregung des innerkörperlichen ,,Saftflusses“ durch Bauch-tief-Lymphdrainage
· Bei Kinder-Wunsch, äußerliche Lymphdrainage, an den äußeren Rändern der Unterhose.
· In persönlicher Erfahrung als Lymphtherapeut (C. Baar) genügen 3x10 MLD a 60 Minuten, mit jeweils zwei Wochen Pause nach 10 Behandlungen.
· Lymphdrainagen werden mit weiteren Entstauungsmethoden eingesetzt, wie z.B.: Bewegungsübungen (ÜB), Bandagierungen, Kompressionsstrümpfe für Füße, Beine, Arme, Korsett u.ä.
· einige dieser Hilfsmittel werden per Rezept verordnet
· Badeanlagen mit Vorsicht wegen Verträglichkeit der Wassertemperatur
· Sauna mit Vorsicht
· Sport und Hobby lenken ab und zu die Säfte anders
· Nahrungsergänzungsmittel können nur bei persönlicher Selbstdisziplin zur Linderung führen

Kontraindikationen Gut zu wissen:
Die Lymphdrainage eignet sich nicht bei folgenden Krankheitsbildern:
· Ödeme die nur auf eine medikamentöse und diätische Therapie ansprechen -akute Infektionen
· Herzinsuffizienz
· akute Phlebothrombose
· lokales Tumorrezidiv
· lokale Tumormetastasierung
· akute Ekzeme im Ödemgebiet -Asthma bronchiale
· Extremitätenverdickung ohne Ödeme
· Gürtelrose; hier nach drei Tagen Antibiotika-Einnahme wird die Lymphdrainage im Randgebiet des Ekzems möglich. Innerhalb dieser drei Tage ist eine Personalinfektion nicht auszuschließen.

Das zahlt ihre Krankenkasse
Für ärztlich verordnete Heilmittel, dazu gehört die Lymphdrainage, übernimmt die Krankenkasse die mit den Vertragsbehandlern (Praxen für physikalische Therapie und Massage-Praxen) vereinbarten Gebühren. Sie leisten lediglich die gesetzliche Zuzahlung.
Dystonie
Mit überschießender Tonuserhöhung der Muskulatur einhergehende willkürliche und unwillkürliche Bewegung mit teilweise bizarrer Gliedmaßenstellung. Es bestehen dabei hypokinetische und hyperkinetische Aspekte der Bewegungsdysregulation.Dystone Bewegungen werden meistens durch Willkürbewegungen ausgelöst oder verschlimmert (Aktionsdystonie), idiopathische Dystonien beginnen meist mit einer spezifischen Aktionsdystonie. Im Verlauf kommt es zu einer gewissen Generalisierung, weniger spezifische Bewegungen lösen die dystone Bewegung aus. Je jünger der Patient umso mehr kommt es zur Ausbreitung. Die Betroffenen haben keine Kontrolle darüber. Dystonien werden klassifiziert nach: der Verteilung als Fokal beispielsweise eine cervikale Dystonie, Blepharospasmus, spasmodische Dysphonie, oromandibuläre Dystonie, brachiale Dystonie Segmental beispielsweise Meige- Syndrom, craniocervikale Dystonie, bibrachiale Dystonie, Multifokale Dystonie, Hemidystonie, Generalisierte Dystonie. Alter bei Beginn: früher Beginn (≤26 Jahre), später Beginn (>26 Jahre), Ursache: Primäre (idiopathische) Dystonie, Sekundäre Dystonie bei erblichen neurologischen Erkrankungen, Dystonie-plus Syndrome, Fokal = einzelne Region des Körpers einseitig, Segmental= 2 oder mehr benachbarte Regionen, Multifokal= 2 oder mehr nicht benachbarte Regionen, Generalisiert= Bein oder Beine, Stamm und eine andere Region, Hemidystonie= Ipsilateral (einseitig) Arm und Bein. Bei vielen erblichen Dystonien ist inzwischen das Gen bekannt. Angesichts der Vielzahl möglicher Erkrankungen als Ursache ist oft eine genauere Diagnostik auch in einer Spezialambulanz sinnvoll. Deutschland leiden schätzungsweise rund 80 000 Menschen aller Altersgruppen an einer Dystonie. Je früher Dystonien beginnen, umso mehr handelt es sich um mit dem Alter fortschreitende Leiden. Dystonien können Folge verschiedener Hirnerkrankungen wie dem M. Wilson, Lubag, Ganglisoidosen, der metachromatischen Leukodystrophie, des Lesch- Nyhan- Syndroms, der Homozystinurie, der Multiplen Sklerose, eines Schlaganfalls oder fast jeder anderen Hirnerkrankung und einer Vielzahl von Stoffwechselstörungen sein, nicht selten sind Medikamente wie Parkinsonmedikamente, Antipsychotika oder das "Magenmittel" Metoclopramid auslösend. Dystonien können Monate bis Jahre nach der Hirnschädigung auftreten. Es gibt fokal Dystonien, segmentale Dystonien, multifokale und generalisierte Dystonien. Der wichtigste Aspekt einer Dystonie scheint, dass es zu einer Kokontraktion von antagonistischen Muskeln kommt. Die Ursachen hierfür sind nur zum Teil wirklich bekannt. Cerebrale wie spinale Mechanismen können dabei eine Rolle spielen. Im Rückenmark kann eine Störung der normalen reziproken Hemmung der Antagonisten während einer Muskelkontraktion vorliegen, Ursache könnte eine verminderte praesynaptische Hemmung des afferenten Muskelinputs in hemmende Interneurone sein. Fehlerhafte Meldungen über die Bewegung (nicht die Position) der Extremität aus den Muskelspindeln scheint ebenfalls eine Rolle zu spielen. Die verminderte präsynaptische Hemmung kann wiederum ihre Ursache in einer Störung höherer Zentren oder in einer Störung der afferenten Neuron aus Haut und Muskeln haben. Andererseits könnte es sich um einen Mechanismus handeln bei dem die Ursachen ausschließlich im ZNS liegen. Eine Überaktivität der prämotorischen Rinde, die über den Thalamus Projektionen von den Basalganglien erhält könnte über eine abnorme Aktivierung von Neuronen in der primär motorischen Rinde zur Dystonie führen. Ursache könnte hier eine dopaminerge Dysfunktion der Basalganglien mit verminderter Hemmung sein. Letzteres scheint der häufigere und im Einzelfall wahrscheinlichere Mechanismus, Dystonien sind damit überwiegend Bewegungsstörungen infolge einer Fehlfunktion des extrapyramidalen Systems. Sekundäre Dystonien sind entsprechend am häufigsten nach Schädigungen der Basalganglien beschrieben. Allerdings können Dystonien wie dargestellt auf jeder Ebene des Nervensystems hinunter bis zum peripheren Nerven entstehen. Man kann Dystonien in solche zentralen und solchen peripheren Ursprungs einteilen. PET- Untersuchungen zeigen einen vermehrten regionalen Blutfluss in der kontralateralen prämotorischen Rinde, in der rostralen sensomotorischen Area (SMA), Area 8, im anteriorer Cingulum, in der ipsilateralen dorsolateralen präfrontalen Rinde und bilateral im Nukleus lentiformis. Ein verminderter regionaler Fluss findet sich im kaudalen SMA, der bilateralen sensomotorischen Rinde, im posterioren Cingulum und in der mesialen parietalen Rinde. Die Verstärkung mancher Dystonie-Form unter seelischer Belastung oder Stress aller Art bestätigt nicht die Annahme, Dystonie könne eine psychische Erkrankung sein. Müdigkeit, Emotionen und Stress verstärken Dystonien für den Augenblick, Entspannung, Meditation, Schlaf oder Hypnose können sie für die Dauer der Entspannung bessern oder zum Verschwinden bringen. Auch die Berührung der betroffenen Extremität bringt sie oft zum zeitweiligen Verschwinden. Auch andere extrapyramidale Störungen (z.B. der Tremor) verstärken sich bei Stress. Sie finden sich bei fast einem Promille der Bevölkerung und zählen somit zu den häufigen neurologischen Erkrankungen. Die Bewegungen treten unwillkürlich auf und können zu einer abnormen Haltung oder tonischen (langsamen) bzw. phasischen (schnellen) Muskelkontraktionen führen. Unter einer Belastungssituation nehmen die Symptome häufig zu (dies führte dazu, dass man diese Erkrankung früher häufig als psychogene Störung ansah). Durch eine "geste antagonistique", z.B. Berühren des Kinns mit einem Finger beim Torticollis, kann die Ausprägung reduziert werden. Leider werden diese Bewegungsstörungen häufig fehldiagnostiziert, obwohl sie zumeist gut von psychogenen Störungen abgegrenzt werden können. Psychopathologische Störungen sind nicht Ursache der Erkrankung, können sich jedoch im Verlauf reaktiv entwickeln. Bei etwa 20 % der Erkrankten lässt sich eine morphologische, pharmakologische oder biochemische Ursache der Dystonie nachweisen. Das Alter zu Erkrankungsbeginn hat einen erheblichen prognostischen Aussagewert, da ein früher Beginn gehäuft mit einer stärkeren Progredienz und einer Beteiligung mehrerer Muskelgruppen einhergeht. Daneben treten meist schwere Sekundärschäden auf (fixierte Fehlhaltung, Skoliose etc.), die durch frühzeitige Maßnahmen verhindert oder wenigstens reduziert werden können. Behandlung meist mit Botulinumtoxin.

Von einer medikamentösen Therapie (insbesondere mit Anitcholinergika) profitieren weniger als die Hälfte aller Patienten mit einer zervikalen Dystonie. Diese ist außerdem mit erheblichen systemischen Nebenwirkungen belastet. Deshalb wird die Therapie mit Botulinumtoxin bei dieser Indikation mittlerweile als Therapie der Wahl angesehen. Über ein zufriedenstellendes Ergebnis wird nach der Literatur in 60 bis 90 % berichtet. Patienten mit einem kürzeren Verlauf profitieren stärker von einer Therapie mit Botulinumtoxin als Patienten mit einer schon länger bestehenden Erkrankung. Einen Teilerfolg sehen wir nach eigenen, mehrjährigen Erfahrungen bei deutlich über 90% der Fälle (z.B. Schmerzlinderung). Bei der Behandlung bedarf es der Geduld von Patient und Untersucher. Die Wirkung setzt erst einige Tage nach der Injektion ein. Bis zum Wirkungsmaximum können drei Wochen vergehen. Reinjektionen sind in der Regel alle 3 bis 4 Monate erforderlich. Injektionen in kürzeren Abständen sollten wegen der schlechteren Steuerbarkeit der Therapie und der erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Antikörperbildung vermieden werden (Mindestabstand der Injektionen zwei Monate). Am Ausgangsbefund orientiert, wird die Dosis bei den weiteren Behandlungen modifiziert. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind eine Schwäche der Nackenmuskulatur, erschwerte Kopfhaltung, Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Die am meisten gefürchteten Schluckstörungen dürfen bei gezielter Therapie als relativ selten angesehen werden. Weitere Dystonien: Mund-, Zungen-, Schlundkrampf (Oromandibuläre Dystonie) Stimmbandkrampf (Spasmodische Dysphonie) Schreibkrampf (Gliederdystonie).

Hinweise dass eine Dystonie sekundär erworben ist, ergeben sich:
• bei einer Vorgeschichte mit Drogen/Medikamenteneinnahme, Schädeltrauma Enzephalitis, frühkindlicher Hirnschädigung
• Dystonie die zu Beginn eher in Ruhe auftritt (nicht durch eine Bewegung eingeleitet)
• Atypische Lokalisation für das Alter bei Beginn—z.B.: Beginn im Bein bei einem Erwachsenen, am Kopf bei einem Kind
• Früher Beginn einer Sprechstörung
• Hemidystonie
• Vorhandensein anderer neurologischer oder internistischer Auffälligkeiten bei der Untersuchung z.B.: Parkinsonismus, Ataxie, Demenz, epileptische Anfälle, Myoklonus, Sehstörung, Optikusatrophie oder andere ophthalmoskopische Auffälligkeiten, Augenbewegungsstörungen, Taubheit, Dysarthrie, Dysphagie, Schwäche, Hypotonie, Muskelatrophie, Neuropathie, Hyperrefexie, Dysautonomie, Kayser-Fleischer- Kornealring, Hepatosplenomegalie, auffälliger Ausschlag oder Geruch, Malabsorption
• Nicht-physiologische Befunde die auf eine psychogene Ursache hinweisen— z.B.: nicht anatomisch zuzuordnende Lähmung, Sensiblilitätsstörung, nicht zusammenpassende wechselnde Bewegungsstörung
• Abnormalitäten bei radiologischen Untersuchungen des Gehirns
• Hinweisende Abnormalitäten im Labor

Sekundäre Dystonien haben eine bekannte Ursache z.B. ein Schlaganfall, ein frühkindlicher Hirnschaden, ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, Neuroleptika. Antiepileptika. Levodopa, Dopaminagonisten, Kalziumkanalblockern (Cinnarizin, oder Funarizin), Mangan. CO, Methanol, Wespenstichen. Degenerative Erkrankungen,Symptomatisch für eine exogene oder Umwelt- Ursache, bei M. Parkinson, anderen Parkinsonsyndromen, Wilson’sche Erkrankung, Juveniler Parkinsonismus (PARKIN Mutationen), Multisystematrophie, Kortikobasale Degeneration, Progressive supranukleäre Lähmung, Globus pallidus Degenerationen, Pantothenatkinase Mangel durch PANK2 Mutationen, Familiäre Basalganglien Verkalkungen, Chorea Huntington, Spinocerebelläre Degenerationen, Lysosomale Speicherkrankheiten, Dystone Lipidose, Ceroidlipofuszinose, Metachromatische Leukodystrophie, GM1 und GM2 Gangliosidose, Neimann–Pick- Erkrankung Type C, M.Krabbe, Pelizaeus–Merzbacher- Erkrankung, Homocysteinurie, Hartnup’sche Erkrankung, Methylmalonische Azidurie, Mitochondriale Erkrankungen wie M. Leigh, Neuroakanthozytose Lesch–Nyhan Syndrom, Ataxia–telangiectasia, Orolinguale-buccale Dystonien sind unwillkürliche Bewegungen der Muskeln des unteren Gesichts, des Mundes und der Zunge. Sie treten selten im Rahmen primärer Dystonien auf. Häufiger sind sie bei den sekundären Dystonien wie bei Neuroakanthozytose oder der Pantothenatkinase assoziierten Neurodegeneration (PKAN), Lesch–Nyhan Syndrom, postanoxische und tardive Dystonien nach Neuroleptikagabe.Zungenprotrusionsdystonien in diesem Rahmen können besonders schwerwiegend sein. Es kommt dabei zu einem unwillkürlichen Herausstrecken der Zungen, Sprechen und Schlucken können dabei stark erschwert sein und Atemschwierigkeiten können lebensgefährlich werden. Zungenprotrusionsdystonien sprechen nicht auf orale Medikamente an, Botulinumtoxin Injektionen in den Muskulus genioglossus sind oft wirksam, Fallberichte weisen auf eine Wirksamkeit der Tiefen Hirnstimmulation im beidseitigen Pallidum hin. Dystone Symptomatik bei anderen Bewegungsstörungen (N Engl J Med 2006; 355:818-29., Lancet Neurol 2006; 5:780–90). Die Dystonie als Folge eines Traumas verdient mehr Aufmerksamkeit als bisher, insbesondere unter dem Aspekt der neurologischen Begutachtung. Dystonien können nach zentralen oder peripheren Traumen auftreten, wobei die zugrundeliegenden pathophysiologischen Mechanismen weitgehend unklar sind. Hemidystonien nach schwerem Schädel-Hirn-Trauma werden auf kontralaterale Stammganglienläsionen, besonders des Putamens, zurückgeführt. Fokale und segmentale Dystonien treten nach unterschiedlichen peripheren Verletzungen auf. Hier werden pathogenetisch zentrale Reorganisationsphänomene als Folge einer gestörten Afferenz angenommen. Klinisch unterscheiden sich posttraumatische Dystonien von den idiopathischen Formen u. a. durch begleitende Schmerzen und Lokalsyndrome, durch Bewegungseinschränkungen bis zu fixierten Fehlstellungen und durch ein schlechtes Ansprechen auf konventionelle Pharmakotherapie. Hinsichtlich der neurologischen Begutachtung ist das Erkennen und Sichern der Diagnose anhand klinischer und elektromyographischer Kriterien substanziell. Zur Frage der Kausalität sind das Ausmaß der Verletzung sowie der zeitliche und anatomische Bezug der Bewegungsstörung zum Trauma zu beachten. Schädeltraumen begünstigen Dystonien nicht. Eine entsprechende Fallkontrollstudie kam jedenfalls zu einem negativen Ergebnis.
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Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.